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Immobilienexposé und Fotos: So präsentieren Sie Ihre Immobilie nachvollziehbar

Gute Fotos wecken Interesse. Ein vollständiges Exposé hilft Kaufinteressenten, Ihre Immobilie realistisch einzuschätzen.

Ein gutes Exposé beantwortet die entscheidenden Fragen

Interessenten möchten verstehen, was angeboten wird, wie die Immobilie genutzt werden kann und welche Punkte sie vor einer Kaufentscheidung prüfen müssen. Dafür brauchen sie konkrete Angaben und aussagekräftige Bilder.

Beschreiben Sie Ihre Immobilie so, dass Leser sich ein realistisches Bild machen können. Aussagen wie „einmalige Gelegenheit“ oder „Traumhaus“ ersetzen keine Informationen über Grundriss, Zustand und Lage.

Diese Angaben gehören in Ihre Vorbereitung

Stellen Sie die Informationen zusammen, bevor Sie mit dem Schreiben beginnen:

  • Objektart, Lage und aktuelle Nutzung.
  • Wohnfläche, Grundstücksfläche und weitere Flächen mit nachvollziehbarer Grundlage.
  • Zimmer, Raumaufteilung und besondere Ausstattungsmerkmale.
  • Baujahr sowie bekannte Modernisierungen mit Zeitpunkt und Umfang.
  • Zustand, bekannte Schäden und offene Fragen.
  • Angebotspreis, mögliche Verfügbarkeit und Kontaktweg.
  • Bei vermieteten Immobilien: Angaben zur Vermietung.
  • Bei Eigentumswohnungen: Informationen zum Gemeinschaftseigentum und zu laufenden Kosten.

Welche Unterlagen Sie dafür benötigen, erklärt unser Ratgeber Unterlagen für den Immobilienverkauf.

Zeigen Sie Räume und Zusammenhänge

Fotografieren Sie die wichtigsten Räume, die Außenansicht und gegebenenfalls Garten, Terrasse oder Balkon. Interessenten sollten erkennen können, wie die Räume zusammenpassen und welche Größenverhältnisse bestehen.

Räumen Sie vorher auf, nutzen Sie möglichst gleichmäßiges Tageslicht und vermeiden Sie extreme Weitwinkelaufnahmen. Eine Bildbearbeitung darf die Darstellung verbessern; Schäden, störende Bauteile oder tatsächliche Blickverhältnisse sollten dadurch nicht verschwinden.

Persönliche Fotos, Dokumente und andere private Informationen sollten auf den Bildern nicht erkennbar sein.

Der Grundriss gehört zur Präsentation

Fotos zeigen Atmosphäre. Ein Grundriss erklärt die Nutzung.

Prüfen Sie, ob der vorhandene Plan dem aktuellen Zustand entspricht. Beschriften Sie Räume eindeutig und kennzeichnen Sie ungeklärte Abweichungen. Wenn Flächenangaben nicht verlässlich belegt sind, sollten Sie diese vor der Veröffentlichung klären.

Schreiben Sie konkret

Statt „komplett modernisiert“ ist eine Beschreibung wie „Fenster 2018 erneuert, Bad 2021 umgebaut“ hilfreicher – sofern diese Angaben belegt sind.

Unterscheiden Sie zwischen dokumentierten Maßnahmen, eigenen Beobachtungen und Informationen früherer Eigentümer. Wenn Sie etwas nicht wissen, formulieren Sie daraus keine gesicherte Tatsache.

Prüfen Sie das Exposé vor der Veröffentlichung

Lassen Sie eine Person, die Ihre Immobilie nicht kennt, den Entwurf lesen. Kann sie Raumaufteilung, Zustand und Angebot verstehen? Welche Fragen bleiben offen?

Gleichen Sie anschließend Exposé, Grundriss, Fotos und Unterlagen miteinander ab. Widersprüchliche Angaben führen spätestens bei der Besichtigung zu Rückfragen.

Bereiten Sie anschließend Besichtigungen und Käuferauswahl vor. Der Verkaufsfehler-Check hilft bei der abschließenden Prüfung.

Ist Ihre Immobilie bereit für die Vermarktung?

Schildern Sie uns Ihre Verkaufssituation und die Punkte, bei denen Sie Unterstützung benötigen.

Unterstützung anfragen

Inhaltlich verantwortlich: Markus Rehkugler, Diplom-Sachverständiger (DIA). Stand: 13. Oktober 2026.