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Finanzierung & Bank

Finanzierungswert zu niedrig – Was tun?

Die Bank bewertet die Immobilie niedriger als erwartet. Was Käufer und Eigentümer tun können – und wann ein unabhängiges Gegengutachten hilft.

Finanzierungswert zu niedrig: Was Käufer und Eigentümer tun können

→ Übersichtsartikel: Immobilienbewertung und Finanzierung: Was Banken wirklich prüfen

Der Beleihungswert liegt unter dem Kaufpreis – und die Bank gibt weniger Kredit als erwartet. Das ist eine häufige Situation, die Käufer unvorbereitet trifft. Welche Optionen haben Sie?

Option 1: Eigenkapital erhöhen

Die direkteste Lösung: Der Käufer bringt mehr Eigenkapital ein, um den Unterschied zwischen Beleihungswert-Kredit und Kaufpreis zu überbrücken. Das ist möglich, wenn das Eigenkapital vorhanden ist.

Option 2: Kaufpreis neu verhandeln

Wenn der Beleihungswert deutlich unter dem Kaufpreis liegt, kann das ein Zeichen sein, dass der Kaufpreis zu hoch ist. Eine Verhandlung auf Basis des sachverständig ermittelten Werts ist möglich – besonders mit einem unabhängigen Gutachten als Argument.

Option 3: Gegengutachten einholen

Die bankinterne Bewertung kann Abweichungen aufweisen. Wenn Ihnen der Beleihungswert zu niedrig erscheint, können Sie ein unabhängiges Verkehrswertgutachten einholen und der Bank vorlegen. Die Bank muss es nicht akzeptieren – aber bei einem sorgfältig erstellten Gutachten reagieren viele Banken konstruktiv.

Option 4: Andere Bank

Verschiedene Banken haben unterschiedliche Bewertungsmodelle und Risikorichtlinien. Was bei einer Bank konservativ bewertet wird, kann bei einer anderen besser ausfallen.

Was zu vermeiden ist

Druck auf den bankeigenen Gutachter ausüben oder ein „Gefälligkeitsgutachten" anfordern – das schadet langfristig und kann Konsequenzen haben.

Fazit

Ein zu niedriger Finanzierungswert ist kein unveränderbares Schicksal. Mit den richtigen Optionen – mehr Eigenkapital, Kaufpreisverhandlung, Gegengutachten, andere Bank – lässt sich die Situation häufig lösen.


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