Wann ist eine Vorprüfung sinnvoll?
Sie haben einen Bescheid samt Berechnung erhalten und sehen konkrete Gründe, weshalb der Immobilienwert zu hoch sein könnte. Das können beispielsweise dokumentierte Schäden, erheblicher Instandhaltungsbedarf, besondere Nutzungsbeschränkungen oder auffällige Flächen- und Zustandsangaben sein. Wir prüfen, ob diese Punkte für die Bewertung relevant sind und ob sie in den vorliegenden Unterlagen bereits berücksichtigt wurden. Nicht jeder Mangel führt automatisch zu einem niedrigeren Wert.
Die Vorprüfung ist besonders dann hilfreich, wenn Sie vor einem umfangreicheren Gutachten zunächst eine fachliche Einschätzung benötigen. Ergibt sich kein nachvollziehbarer Ansatz oder fehlen entscheidende Unterlagen, benennen wir das ebenso klar.
Wie wird aus Ihren Unterlagen eine Entscheidungshilfe?
Wir sehen uns den Grundbesitzwertbescheid mit seiner Berechnung und die ausgewählten Objektunterlagen gemeinsam an: Welche Eigenschaften wurden zugrunde gelegt? Wo gibt es Unstimmigkeiten? Welche Besonderheiten lassen sich belegen? Maßgeblich ist dabei der Zustand zum Bewertungsstichtag, nicht allein die heutige Situation.
Im Ergebnisgespräch erläutern wir die Befunde und offenen Punkte. Die kurze schriftliche Entscheidungshilfe hält fest, ob ein Gutachten sinnvoll erscheint, zunächst weitere Informationen benötigt werden oder wir derzeit davon abraten. Sie erhalten damit einen begründeten nächsten Schritt, aber noch keinen abschließend ermittelten Immobilienwert.
Ein niedrigerer Wert ist nicht gleich Steuerersparnis
Ob und in welcher Höhe sich ein niedrigerer Immobilienwert steuerlich auswirkt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Die individuelle Steuerberechnung gehört nicht zur Vorprüfung. Für die Entscheidung über ein anschließendes Gutachten sollten Sie dessen Kosten und den möglichen steuerlichen Nutzen mit Ihrer steuerlichen Beratung abgleichen.